Finca Santos
San Ignacio, Cajamarca
Abel Santos
Im Hochland von Tabaconas, San Ignacio, Cajamarca, hat der Kaffeeanbau eine lange Tradition. Fruchtbare Böden, hohe Lagen und ein ideales Klima schaffen hier beste Voraussetzungen für die Produktion hochwertiger Kaffees.
Abel Santos führt diese Tradition in dritter Generation fort und setzt die Arbeit seiner Familie mit großer Sorgfalt und Hingabe fort. Auf seiner zwei Hektar großen Farm baut er Varietäten wie Geisha, Marshell, Caturra und Bourbon an – eine Kombination aus bewährten Sorten und einem klaren Fokus auf Qualität.
Die Farm produziert rund 20 Säcke pro Ernte. Jeder Schritt, vom Anbau bis zur Verarbeitung, wird mit großer Aufmerksamkeit ausgeführt und spiegelt den Anspruch wider, Tradition mit kontinuierlicher Weiterentwicklung zu verbinden.
Caturra
Caturra ist eine natürliche Mutation der Bourbon-Varietät und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Brasilien entdeckt. Die kompakte Wuchsform ermöglicht eine dichtere Bepflanzung und erleichtert die Bewirtschaftung der Farmen.
Durch ihre gute Produktivität und ihr ausgewogenes Tassenprofil verbreitete sich Caturra schnell in ganz Lateinamerika. Typisch sind eine klare, lebendige Säure und eine angenehme Süße. Heute gehört Caturra zu den am weitesten verbreiteten Varietäten in Peru, insbesondere unter kleinbäuerlichen Produzent:innen in Regionen wie Cajamarca und Cusco.
Prozess: Gewaschen
Wie ein Kaffee schmeckt hängt neben Herkunft, Varietät und Röstung auch von der
Aufbereitung ab. Um die Kaffeebohne vom Fruchtfleisch der Kirsche zu lösen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
Bei der nassen Aufbereitung (washed) wird das Fruchtfleisch direkt nach der Ernte mit viel Wasser und sogenannten Nassmühlen von den Bohnen entfernt, wobei die Pergamenthaut unbeschädigt bleiben muss. Anschließend werden die Bohnen in Gärtanks gegeben, um sie mit Hilfe kaffeeeigener Enzyme kontrolliert zu fermentieren. Dabei werden die letzten Reste von Fruchtfleisch sowie die darunter liegende Schleimschicht entfernt und die Bohnen sortiert: die guten
Bohnen sinken zu Boden, während die sogenannten Floaters, zu leichte Bohnen von geringerer Qualität, nach oben schwimmen und aussortiert werden. Das Bad im
Gärtank dauert zwischen 24 und 72 Stunden und verändert auch den Geschmack der Kaffeebohnen.
Nach der Fermentation werden die Bohnen gewaschen und dann in der Sonne getrocknet.
Die Pergamenthaut schützt die Bohnen; dank ihr trocknen die Bohnen langsam und gleichmäßig und behalten ihr Aroma. Daher wird diese Schicht erst kurz vor dem Export entfernt.